Häufige Fragen in der Schwangerschaft

Gerade einmal ein paar Wochen alt, gelingt es dem Nachwuchs in Mamis Bauch bereits, das Leben der Eltern gehörig auf den Kopf zu stellen. Man steht vor einem spannenden Lebensabschnitt und mit einem Schlag ist vieles nicht mehr so, wie es früher war. Dazu gesellen sich jede Menge Fragen und Unsicherheiten, die sich hauptsächlich um die Gesundheit von Mutter und Kind drehen: worauf muss ich als Schwangere achten? Müssen wir den geplanten Urlaub stornieren? Ist Sex noch erlaubt? Was tun, wenn man auf die regelmäßige Einnahme von Medikamenten angewiesen ist? Schwanger.at bringt die häufigsten Fragen und deren Antworten auf den Punkt:

Ich leide unter Krämpfen in den Beinen. Was hilft?

Krämpfe in den Oberschenkeln oder Waden sind während der Schwangerschaft völlig normal. Besonders im zweiten und dritten Trimester treten sie verstärkt auf, oft nachts während des Schlafens. Diese Krämpfe sind in den meisten Fällen auf einen Magnesiummangel zurückzuführen, der in dieser Phase der Schwangerschaft häufig vorkommt.

Warum treten Beinkrämpfe in der Schwangerschaft auf?

Während der Schwangerschaft verändert sich der Grundumsatz des Körpers, der Nährstoffbedarf steigt. Nicht immer kann dieser Bedarf allein durch die normale Ernährung gedeckt werden, was zu einem Mangel an wichtigen Mineralstoffen wie Magnesium führen kann.

Magnesium spielt eine entscheidende Rolle bei der Muskelentspannung. Deshalb verursacht ein Mangel unter anderem Krämpfe in den Beinen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen eine tägliche Zufuhr von 350 bis 400 mg Magnesium für Männer und 300 bis 350 mg für Frauen; für Schwangere liegt der Bedarf bei 310 bis 350 mg pro Tag. Der erhöhte Bedarf entsteht, weil der Fötus das mütterliche Magnesium zur Bildung von Nervenbahnen, Knochen und Muskeln benötigt. Ein Magnesiummangel kann sich nicht nur durch Krämpfe in deinen Beinen äußern, sondern auch durch Symptome wie Schwindel, Herzrasen, Reizbarkeit, geringe Stressresistenz oder Verstopfung.

Tipp: Achte darauf, genügend Magnesium über die Nahrung aufzunehmen. Lebensmittel wie Bananen, Nüsse und grünes Blattgemüse sind gute Magnesiumquellen.

Was kann ich gegen Beinkrämpfe tun?

Mittelfristig können spezielle Magnesium-Präparate, wie zum Beispiel Magnosolv, helfen. Diese können von deinem Gynäkologen oder deiner Gynäkologin verschrieben werden, wenn ein Mangel festgestellt wird.

Im Akutfall gibt es jedoch auch einfache Maßnahmen, die Linderung verschaffen:

  • Dehnen und Strecken: Dehne und strecke den Fuß und das Bein, auch wenn es im ersten Moment schmerzhaft ist. Das kann helfen, den Krampf im Bein zu lösen.
  • Fußgelenke kreisen: Kreise mit deinen Fußgelenken, um die Durchblutung zu fördern und die Muskeln zu entspannen.
  • Kurzfristiges Aufstehen und Umhergehen: Steh kurz auf und gehe ein paar Schritte. Bewegung kann den Krampf schnell lindern.

Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

Wenn die Krämpfe durchgehend auftreten oder sehr schmerzhaft sind, solltest du einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. In seltenen Fällen können die Beschwerden auch auf eine Thrombose oder ein Blutgerinnsel hinweisen, die ärztlich abgeklärt werden müssen.

Tipp: Wenn du unsicher bist, ob deine Beschwerden normal sind, scheue dich nicht, medizinischen Rat einzuholen. Es ist wichtig, die Ursachen von anhaltenden Beinkrämpfen abzuklären, um sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist.

Was ist der Glukosetoleranztest und wie funktioniert er?

Beim Glukosetoleranztest handelt es sich um einen Zuckerbelastungstest mit dessen Hilfe Schwangerschaftsdiabetes festgestellt oder ausgeschlossen wird. Der orale Test ist im Mutter-Kind-Pass vorgesehen und seit 01.01.2011 Voraussetzung für den vollen Bezug des Kinderbetreuungsgeldes.

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Mit welchen Nachwirkungen muss ich bei einem Kaiserschnitt rechnen?

Natürlich können auch übergewichtige Frauen gesunde Kinder auf die Welt bringen. Dennoch besteht, abhängig von der individuellen körperlichen Verfassung, ein höheres Risiko für gewisse Schwangerschaftskomplikationen. Ob eine Frau unter Übergewicht leidet oder nicht, wird über den Body-Mass-Index (BMI) bestimmt.

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Mit welchen Nachwirkungen muss ich bei einem Kaiserschnitt rechnen?

Ein Kaiserschnitt ist mittlerweile eine Routinemaßnahme der modernen Geburtshilfe. Die Kaiserschnittrate liegt in Österreich bei etwa 30%. Im Gegensatz zu einer natürlichen Geburt stellt der Kaiserschnitt jedoch einen operativen Eingriff dar, der mit gewissen Nebenwirkungen verbunden ist.

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Was hilft bei Übelkeit, Sodbrennen und Verstopfung?

Sie zählen zu den unliebsamsten und gleichzeitig häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden. Vor allem im ersten Trimester haben viele schwangere Frauen mit Verdauungsproblemen oder ausgeprägter Übelkeit zu kämpfen. Dafür verantwortlich sind Hormone, die für das Baby die bestmöglichen Wachstumsbedingungen schaffen möchten, lästige Nebeneffekte inklusive. Auch wenn es nicht immer gelingt, die Beschwerden loszuwerden, können sie dennoch gelindert werden, wenn man ein paar einfache Gegenmaßnahmen ergreift.

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